Die Dreigroschen Oper ist das wohl bekannteste Stück von Bertolt
Brecht. Es war das erfolgreichste Theaterstück der 20er Jahre und
wurde bis 1933 in 18 Sprachen übersetzt.
Doch In Schulen und Theatern sucht man die Werke von Brecht heute
oft vergebens.
Diese Lücke möchte Sarah Schwarz schliessen.
Über die Inszenierung des Karneval der Tiere, lernte sie den Musiker
Erik Regul kennen und noch während der Proben beschlossen die
beiden weiter zusammen zu arbeiten.
Musikalisches Theater das über reine Unterhaltung hinausgeht.
Bei Brecht gilt das nicht nur für die Texte, sondern auch für die
Musik.
Das musikalische Genie hinter Brecht war Kurt Weil. Als einer der
ersten wurde seine Musik von den Nazis verboten und als entartet
abgestempelt.
Erik Regul gelingt es die Komplexität der Musik, die für ein ganzes
Orchester geschrieben wurde, auf 2 Musiker zu komprimieren.
Sowohl Regul, als auch Schwarz sind Multiinstrumentalisten.
So kommen neben dem Klavier und Gesang noch 10 weitere
Instrumente auf die Bühne.
« Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Demokratie weltweit in
Gefahr ist. Die texte von Bertolt Brecht sollen uns sensibilisieren
damit die Geschichte sich nicht wiederholt »
Bei den Vorbereitungen für diesen Abend haben die beiden viel
experimentiert.
Es sind 3 sehr unterschiedliche Programme dabei entstanden.
In Zusammenarbeit mit Pastor Florian Schwarz, der nicht nur Fan von
Brecht ist, sondern auch Bruder der Sängerin, sind insgesamt 3
eigenständige Brecht Programme entstanden.
Da geht es um die Frauen von und um Brecht, einen
Kulturgottesdienst und schliesslig ein musikalischer Abend , der die
ganze Bandbreite von Brecht und seinen Komponisten auf die Bühne
bringt.
Natürlich kommen dabei die grossen Klassiker wie Mecky Messer, die
Seeräuber Jenny oder den durch die Doors bekannt gewordenen
Alabama Song, , auf die Bühne, sondern auch die eher unbekannteren
Lieder, die nicht für die Theaterbühne geschrieben wurden.
Diese liegen dem Duo ganz besonders am Herzen.
Angesichts der politischen Entwicklung, dem Erstarken der Faschisten
in Europa, entfaltet sich aus diesen Songs eine erschreckende
Aktualität.
Den beiden ist es gelungen einen unterhaltsamen Abend zu gestalten
ohne, dass sich etwas von der brechtschen Ernsthaftigkeit verliert.
Ballade von der Judenhure Marie Sanders
Im Gefängnis zu singen
Seeräuber Jenny